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Montag, 14. Oktober 2019
Traurige Abschiebung
Bei diesem Titel denkt man bestimmt als erstes an Flüchtlinge, die abgeschoben wurden oder noch abgeschoben werden sollen, aber um eine solche Art Abschiebung geht es in diesem Beitrag nicht.

Es geht vielmehr um eine Abschiebung, die vermutlich viel öfter vorkommt, als man annehmen würde, die aber in den meisten Fällen verschwiegen wird. Dennoch möchte ich hier von eine so traurigen Abschiebung berichten, weil sie mich in diesem Fall sehr bedrückt.

Meine liebe und nette Großcousine, die drei erwachsene Kinder, drei Enkelkinder und auch schon Urenkel hat und deren Tochter nicht mehr berufstätig ist, wurde vorletzte Woche wegen einem Herzinfakt ins Krankehaus eingeliefert und bekam dort sofort einen Stand.

Ihre Tochter, die etwas weiter von hier weg wohnt, kam zwar darauf hin hier her und besuchte ihre Mutter kurz im Krankenhaus, aber sie reiste schon bald darauf wieder ab, weil ihre erwachsene Tochter mit ihrem neuen Partner in Urlaub ist und sie auf das Haus und die Kinder aufpassen sollte. Das hätte zwar auch der Vater oder Opa der Kinder tun können, aber offenbar war ihr diese Aufgabe wichtiger, als bei ihrer Mutter zu bleiben, um ihr beistehen zu können.

Der Ärztin hat sie vor ihrer Abreise noch mitgeteilt, dass ihre Mutter vom Krankenhaus aus sofort in einer Kurzzeitpflege untergebracht werden soll, bevor sie dann in die Reha gehen soll. Ich sagte ihr noch, dass sie das gar nicht über den Kopf ihrer Mutter und ihrer Brüder entscheiden könnte, aber sie war der Meinung, dass dies ihr gutes Recht wäre. Dabei ist ihre Mutter im vollen Besitz ihrer geistigen Fähigkeiten und weiß genau, was sie will und was nicht.

Als wir dachten, dass es meiner Großcousine schon besser gehen würde und annahmen, dass sie bald aus dem Krankehaus entlassen würde, bekam sie ganz fürchterliche Magendarmprobleme. Und wie sich herausstellte, war es keine durch einen Virus verursachte Magendarmgrippe, sondern eine Verwachsung des Darms, die so gefährlich war, dass die 86 jährige Dame sofort notoperiert werden musste. Darauf hin kam meine Cousine zwar wieder kurz zu Besuch, reiste aber bald darauf wieder ab, weil sie selbst in Urlaub fahren möchte, sobald ihre Tochter aus dem Urlaub zurück ist.

Seit dieser Operation geht es meiner Großcousine sehr schlecht und die Magendarmprobleme sind immer noch nicht besser geworden. Ich habe sie noch nie so schwach gesehen und mache mir große Sorgen um sie. Als ich bei ihr war, hat sie mir total traurig erzählt, dass sie es nicht verstehen kann, dass ihre Tochter nicht bei ihr geblieben, sondern so schnell wieder abgereist ist. Und die Tochter hat ihr nicht einmal selbst gesagt, dass sie bald verreisen wird, sondern das Überbringen dieser Nachricht ihrem Bruder überlassen. Seit dem meine Großcousine das erfahren hat, hat sie noch mehr abgebaut und kann es nicht begreifen, dass ihre Tochter sie so im Stich lässt.

Dabei weiß sie noch gar nichts davon, dass ihre Tochter sie gar nicht nach Hause lassen, sondern vom Krankenhaus aus sofort in einer Kurzzeitpflege unterbringen möchte, sondern hat mir erzählt, dass sie froh ist, wenn sie endlich wieder nach Hause kann.

Ihre Tochter hätte ja eigentlich Zeit genug, sich um ihre Mutter zu kümmern und verfügt auch über fachliche Erfahrung, weil sie fast ihr ganzes Leben lang in einem Krankenhaus gearbeitet hat. Und einer der Söhne wohnt mit der Mutter im Haus und könnte und würde sie dabei unterstützen. Auch ich würde helfen und zudem könnte man ja noch einen ambulanten Pflegedienst kommen lassen, aber davon will die Tochter nichts wissen. Sie freut sie ja so sehr auf ihre Reise.

Ich kann das alles gar nicht verstehen und habe so großes Mitleid mit meiner lieben Großcousine, dass ich Nachts kaum schlafen kann vor lauter Sorge um sie. Meine Mutter starb schon vor langer Zeit, als ich gerade 26 Jahre alt geworden war und ich war selbstverständlich bei ihr. Nun hoffe ich so sehr, dass meine Großcousine nicht sterben wird, weil sie derartig von ihrer Tochter enttäuscht ist, denn ihre psychische Verfassung hat sich drastisch verschlechtert, seit sie weiß, dass ihre Tochter heute, den 15.10. in Urlaub fahren wird.

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Ab in den Urlaub
Die Tochter der alten Dame ist nun im Urlaub. Der eine Sohn hat sich gestern um einen Platz in der Kurzzeitpflege bemüht und meiner Großcousine geht es immer schlechter. Sie weiß nun, dass sie in ein Pflegeheim kommen wird und von dort aus direkt eine Reha besuchen soll. Leider konnte ich das alles nicht verhindern und bin sehr betrübt, weil ich ihr nicht helfen kann, sondern nur tatenlos dabei zusehen muss, wie die Kinder ihre kranke Mutter abschieben.

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Verwirrende Verwandtschaftsbezeichnungen.
"... Meine liebe und nette Großcousine, die drei erwachsene Kinder,
drei Enkelkinder und auch schon Urenkel hat
und deren Tochter nicht mehr berufstätig ist, ..."

Ist die arme alte Dame wirklich die Groß-Cousine (Cousine 2. Grades),
und nicht vielmehr die Groß-Tante (Schwester der Großmutter) ?

Mir kommt das ziemlich spanisch vor :)

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Ehrlich gesagt...
kenne ich mich mit Verwandtschafts-Beziehungen nicht so gut aus. Aber da meine Großmutter die Tante der alten Dame war, gehe ich davon aus, dass sie meine Großcousine, ihre Tochter meine Cousine und ihre Söhne meine Coursens sind.

Was deren Kinder betrifft, bin ich wohl die Großcousine
von ihnen, aber so genau weiß ich das wirklich nicht. ;)

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Der Profit...
steht natürlich immer und überall im Vordergrund,
aber darf das auch in Krankenhäusern so sein?

Es ist heutzutage schon die Norm, dass Patienten zu früh aus den Krankenhäusern entlassen werden und wenn sie nicht nach Hause können und nicht in ein Pflegeheim wollen, werden sie in eine Reha gebracht. Dort ist man durch diese Patienten völlig überfordert, weil sie gar nicht auf die Pflegebedürftigkeit der zu früh aus dem Krankenhaus entlassenen Patienten ausgerichtet sind.

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Tipps-zur-Entlassung-aus-dem-Krankenhaus,entlassung104.html

So wird auch meine Großcousine heute in eine Reha gebracht, obwohl sie weder selbstständig aufstehen und sich selbst waschen und versorgen kann, noch ist sie dazu in der Lage an den Maßnahmen in der Reha-Einrichtung teilnehmen. Aber, die Hauptsache ist wohl, dass die Krankenhäuser Gewinn machen.

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In der Reha angekommen
hat man meiner Großcousine gleich am zweiten Tag die Fäden gezogen und ihr am nächsten Tag sogar die Haare waschen lassen. Und man begann auch zeitnah, sie mit dem Rollstuhl zu ihren Terminen zu bringen. So musste sie schon sehr früh Radfahren und andere Übungen machen, um wieder aufzubauen.

Ich sah das von Beginn an als zu früh an, weil ich es für besser gehalten hätte, dass man ihr erst einmal die Zeit lassen würde, um zu Kräften zu kommen. Aber dafür ist eine Reha ja nicht vorgesehen. Und meine Großcousine hat sich auch sehr angestrengt, um alle vorgesehenen Übungen zu meistern.

Doch offenbar war ihr das alles doch zu viel, denn die nicht richtig verheilte Operationsnarbe am Bauch platzte auf und blutete ganz fürchterlich. Das hat man aber inzwischen wieder in den Griff bekommen. Sie liegt nun auch nicht mehr in dem Dreibettzimmer, indem sie sich sehr unwohl gefühlt hat, sondern konnte in ein Zweibettzimmer wechseln, in dem angenehmer für sie ist.

Heute kommt auch ihre Tochter aus dem Urlaub und ich bin wirklich gespannt, ob sie sich nun um ihre Mutter kümmern wird.

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Was mich ziemlich
ärgert, ist die Tatsache, dass nun auch die Schwester meiner Cousine versucht, mich einzuspannen und als kostengünstige Taxifahrerin zu benutzen. Denn auch ihre Tochter hat keine Zeit für ihre Mutter, sondern ständig andere Termine, die ihr wichtiger zu sein scheinen. So rief meine zweite Großcousine mich gestern an und fragte mich, ob ich sie zu der Reha fahren würde, damit sie ihre Schwester besuchen könnte. Die Fahrtkosten wollte sie mir ersetzen und plante schon einen für sie passenden Tag.

Sie war ziemlich verblüfft darüber, dass ich tatsächlich nein gesagt und es damit begründet habe, dass ich mich nicht mehr ausnutzen lassen und die Pflichten der Kinder übernehmen werde und versuchte mich natürlich zu überreden, indem sie mir genau das gleiche erzählte, wie ich es von ihrer Schwester und deren Kinder gewohnt bin. Sie erzählte mir, warum ihre Tochter keine Zeit hätte, mit ihr in die Reha zu fahren, aber ich blieb standhaft und bin sehr stolz darauf, dass ich mich nicht schon wieder habe einspannen lassen. Denn dieser Teil meiner Familie scheint der Ansicht zu sein, dass ich immer zur Stelle sein müsste, wenn ihre eigenen Kinder es nicht sind. Aber wenn ich einmal Hilfe brauche, ist natürlich niemand von ihnen da, um mir behilflich zu sein.

Ich helfe zwar immer gerne, wenn jemand in Not ist, aber ausnutzen lassen muss ich mich nicht (mehr). Deshalb bin ich froh, dass ich so konsequent sein konnte, diese Bitte abzulehnen.

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Habe meine Großcousine…
vorgestern doch wieder besucht, allerdings ohne ihre Schwester mitzunehmen und sie macht sich ganz gut in der Reha. Sie wird zwar eine Verlängerung brauchen, um wieder alleine aufstehen und am Rollator gehen zu können, aber ich wünsche ihr, dass sie es schaffen wird. Denn sie möchte in jedem Fall wieder nach Hause und nicht in ein Pflegeheim oder ein Altersheim. Aber eine Pflegekraft, die ihr zur Hand gehen könnte, will sie auch nicht in Anspruch nehmen und das könnte zum Problem werden. Ich kann zwar gut verstehen, dass sie so lange wie möglich selbstständig bleiben möchte, aber ich befürchte, dass es nicht mehr so gut klappen wird, wie sie es sich wünscht. Hilfe kann sie jedenfalls nur von ihrem jüngsten Sohn erwarten, der jedoch beruflich sehr eingespannt ist und demensprechend wenig Zeit hat. Die Tochter war zwar gestern bei ihr zu Besuch, ist aber heute wieder abgereist und wird ihr Frührentnerleben weiterhin bestmöglich genießen und sich nicht um ihre Mutter kümmern.

Von daher läuft es wahrscheinlich doch darauf hinaus, dass sie (früher oder später) doch eine Pflegekraft in Anspruch nehmen muss, aber das wichtigste ist jetzt erst einmal, dass sie überhaupt wieder auf die Beine kommt und weiterhin aufbaut.

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Trotz der vielen...
Fortschritte, die meine Großcousine in der Reha macht, hat inzwischen die erste Verlängerungswoche begonnen, aber die Ärzte haben ihr gesagt, dass sie am 16.11.2019, also am Samstag diese Woche entlassen werden kann.

Doch ihre Tochter unternimmt tatsächlich alles, um dafür zu sorgen, dass meine Großcousine nicht entlassen wird, sondern die Reha erneut verlängert werden soll. Aus diesem Grund hat sie den Ärzten gesagt, dass sie unbedingt versuchen sollen, die Reha noch einmal zu verlängern und die Ärzte haben sich dazu bereit erklärt, bei der Krankenkasse anzufragen, ob die Kosten dafür übernommen werden. Das finde ich persönlich etwas seltsam, denn wenn die Ärzte der Meinung sind, dass die Verlängerung notwendig ist, wird die Krankenkasse auch bezahlen (müssen), aber da sie ja schon den Entlassungstermin festgelegt hatten, kann man davon ausgehen, dass die erneute Verlängerung aus medizinischer Sicht nicht (unbedingt) notwendig ist.

Die Tatsache, dass die Ärzte auf Wunsch der Tochter, nun doch versuchen eine erneute Verlängerung von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, spricht m.E. klar dafür, dass sie ihr medizinisches Urteil den Wünschen der Familienangehörigen anpassen (könnten), aber die Patientin, also meine Großcousine selbst, wird nicht gefragt was sie möchte, sondern einfach übergangen. Sie hat mir gesagt, dass sie die Reha nicht um noch eine weitere Woche verlängern, sondern gerne am Samstag entlassen werden und nach Hause möchte. Aber das interessiert die Tochter überhaupt nicht, sondern sie scheint der Meinung zu sein, dass alle anderen das tun müssen, was sie will und sagt.

Sie hat auch mich vor einigen Tagen angerufen, um mir ihren Standpunkt mitzuteilen und versucht mir einzureden, dass sie es doch nur gut mit ihrer Mutter meinen würde, aber Fakt ist, dass sie nur deshalb nicht möchte, dass ihre Mutter bald nach Hause kommt, weil man sie ja vielleicht um Hilfe bitten, bzw. von ihr erwarten könnte, dass sie diese Hilfe (gerne) leisten würde.

Ich bin mir nach diesem Telefonat jedenfalls noch sicherer als vorher, dass sie aus rein egoistischen Motiven handelt und es ihr keineswegs um das Wohl ihrer Mutter geht! Doch, ihre Mutter wird sich aus Angst vor dem zu erwartenden "Ärger" oder der unliebsamen Konsequenzen dem Willen ihrer Tochter beugen und brav alles tun, was man, bzw. sie von ihr verlangt.

Ist das nicht traurig?

Nun, ich denke, dass ihr diese Verzweiflung kaum
guttun, sondern ihr vielleicht sogar schaden wird.

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Einmischen?
...Oder nicht?

Die Kinder meiner Großcousine versuchen nun hinter ihrem Rücken, die Reha um weitere drei Wochen verlängern zu lassen und während ihrer Abwesenheit eine Ganztagsbetreuung zu organiniseren, die mit ihr im Haus wohnen soll. Und das nicht nur ohne sie zu fragen, sondern gegen ihren ausdrücklichen Wunsch!

Bei meinem letzten Telefonat mit ihr, hat sie mir noch einmal deutlich gesagt, dass sie keine fremde Person in ihrem Haus haben möchte und auch endlich wieder nach Hause will, die Reha also unter keinen Umständen noch einmal verlänger möchte. Und sie ist ja inzwischen auch wieder fit genug dafür, bew. hätte sogar schon an diesem Wochenende entlassen werden können.

Nun bin ich mir gar nicht sicher, ob ich mich da
einmischen soll, um meiner Großcousine zu helfen
und überlege hin und her, was ich nun machen soll...

...oder wen ich diesbezüglich um Rat bitten könnte?!
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Guten Abend,

mal gucken, ob ich "etwas Schlaues" zu Deinem Thema beisteuern kann. Meine Konzentration lässt in den letzten Tagen zu wünschen übrig.
Einmischung hin und her. Beziehen nicht alle Parteien rund um Deine Großcousine Dich umfänglich in die Abläufe ein? Vor diesem Hintergrund würde ich nicht von Einmischung sprechen, wenn Du Position beziehst.

Meine Mutter war mit Anfang 80 nach einem Sturz im Krankenhaus. Nach Aussage einer Nachbarin, die berufsverwandt gearbeitet hat, haben die Ärzte sie länger im Krankenhaus behalten, um die Voraussetzungen zu einer Entlassung in die eigenen vier Wände zu prüfen. Du siehst, die Entlassungspläne für Deine Großcousine können ein gutes Zeichen sein.

Solange sie mündig ist, kann NIEMAND gegen ihren Willen etwas in ihrem Leben entscheiden.

Damit sich dieses ändert, müsste eine gesetzliche Betreuung in den benötigten Aufgabenkreisen eingerichtet werden.

Man könnte die gesetzliche Betreuung "Teilentmündigung" nennen. Diese gesetzliche Regelung hat die frühere Entmündigung abgelöst.

Gegen den Willen der Betroffenen kann eine solche nur installiert werden, wenn eine Fremd- oder Eigengefährdung vorliegt. Sie würde ggf. von einem Amtsrichter bestimmt werden.

Du siehst, das Gesetz stärkt die Selbstbestimmung Deiner Großcousine.

Vielleicht wäre mein Ansatz, sie in ihrer Position zu bestärken und in ihren Wünschen zu unterstützen, wäre ich an Deiner Stelle.

Es ist die Situation Deiner Großcousine und damit auch ihre Entscheidung, was als nächstes zu tun ist, nicht die ihrer Kinder. Vor dem Hintergrund bin ich mir gar nicht sicher, ob ich ihr zu weiteren kraftraubenden Diskussionen mit ihren Kindern raten würde. Vielleicht wäre es schlauer, sie würde sich direkt an die Ärzte wenden und mit denen ihre baldige Entlassung "einfädeln".
"Der Nachwuchs" wird, durch die damit geschaffenen Tatsachen, ins Bild gesetzt werden. 😎 😄

Ich würde mich, im Kontakt zu Deiner Großcousine, glaube ich auf die Stärkung ihrer Position konzentrieren. Die Pläne der Kinder würde ich gar nicht erwähnen, diese schwächen sie mental. -

Was Dir keinesfalls die Freiheit nimmt, den Kindern in aller Deutlichkeit Deine Meinung zu sagen, sollten sie von sich aus das Gespräch suchen.

Du sitzt zwischen den Stühlen. Um nicht zerrieben zu werden finde ich es wichtig, dass Du zu einer klaren Haltung findest, die Du durchziehen und an der Du Dich orientieren kannst.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen
und drücke Euch fest die Daumen!

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Guten Abend liebe…
auf die Seele Wartende. Ja, du hast wirklich etwas Schlaues zum Thema beigesteuert und mir sehr geholfen, weshalb ich mich hierdurch erst einmal herzlich bei dir bedanke! Ich bin momentan etwas im Stress, werde aber, sobald ich etwas mehr Zeit und Ruhe habe, noch genauer auf deine hilfreiche Antwort eingehen.

Also bis bald dann,
alles Gute dir!

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@wartet.auf.ihre.seele
...
Wie ich in meinem letzten Kommentar schon geschrieben habe, hast du mir wirklich geholfen! Wenn du deine Konzentration steigern möchtest, kann ich dir ein gutes Mittel mitteilen, das mir immer hervorragend hilft. Also, falls es dich interessiert. ;)

Nun zur Sache:

Ganz am Anfang, als meine Großcousine gerade in der Not-OP war, habe ich ihre Tochter vom Bahnhof abgeholt und sie zum Krankenhaus gefahren. An dem Tag hat sie mir von ihren Plänen erzählt, ihre Mutter in einem Pflegeheim unterbringen zu wollen, bevor sie in eine Reha kommen würde und bereits am dem Tag habe ich ihr klar gesagt, dass sie rechtlich gesehen nicht dazu befugt ist, Entscheidungen über den Kopf ihrer Mutter zu treffen, zumal ich da bereits wusste, dass meine Großcousine auf keinem Fall in ein Pflegeheim will. Bei diesem Gespräch mit ihr, wäre fast ein Streit entstanden, weil sie darauf beharrt hat, dass sie das Recht hätte, solche Entscheidungen zu treffen, aber ich habe sie schon an dem Tag darauf hingewiesen, dass ihre Mutter nicht entmündigt ist, bzw. wie man es heute so schön nennt, dass sie keinen Betreuer hat und dies auch nicht nötig ist, weil sie völlig klar im Kopf ist und ganz genau weiß, was sie will!!

Aber das wollte sie nicht akzeptieren und manipuliert seit her nicht nur die anderen Beteiligten, sondern instrumentalisiert auch die Ärzte in der Reha, die dieses "Spiel" bisher "mitgespielt" haben. Eine klare Position habe ich also bereits ganz zu Beginn bezogen und schaue mir das Ganze bisher nur an, ohne mich einzumischen, sondern versuche nur meine Großcousine zu unterstützen, indem ich sie besuche und regelmäßig anrufe. Zudem habe ich ihr in einem Gespräch versprochen, dass ich ihr helfen werde, wenn ihre Tochter über ihren Kopf hinweg Entscheidungen treffen wird, mit der sie nicht einverstanden ist.

Die Tochter hat mich nur noch einmal angerufen und versucht, mich davon zu überzeugen, dass sie das alles ja nur gut mit ihrer Mutter meinen würde. Doch, bei diesem Telefonat habe ich meine Meinung nicht noch einmal gesagt, sondern sie in dem Glauben gelassen, dass ich so "doof" wäre, ihr diese Lüge abzukaufen. Denn Fakt ist, dass sie und offenbar auch ihre Brüder, nur keine Lust haben, sich um ihre Mutter zu kümmern und sie aus dem Grund und auf diese miese Weise "abschieben" wollen.

Meine Großcousine hat inzwischen Angst, ihre eigene Meinung kundzutun, weil ihre Tochter derartig auf alle einwirkt und die Ärzte bisher das tun, was sie will. Die zwei Wochen Verlängerung sind m.E. noch akzeptabel, aber daran, dass die Kinder nun versuchen, die Reha um weitere drei Wochen verlängern zu lassen und gegen den Willen ihrer Mutter eine fremde Person ins Haus zu holen, erkennt man, dass es die Kinder gar nicht interessiert, ob ihre Mutter zu Hause zurechtkommen wird, sondern dass sie sie so lange wie möglich in der Reha lassen wollen.

Ich mache es also bisher genau so, wie du es mir geraten hast und unterstütze meine Großcousine so gut ich kann, indem ich sie mental stärke. Deshalb habe ich ihr auch noch nichts von den neuesten Plänen ihrer Kinder erzählt, weil sie mir klar gesagt hat, dass sie Ende dieser Woche in jedem Fall nach Hause will und inzwischen auch schon wesentlich weitere Strecken gehen kann, als vor ihrem Krankenhausaufenthalt.

Die Kinder kontaktiere ich von meiner Seite aus nicht, aber ich könnte mich an die Ärzte wenden, um meiner Großcousine zu helfen und weiß auch schon ganz genau, wie ich sie davon überzeugen kann, dass sie keine weiteren Entscheidungen mehr über den Kopf meiner Großcousine treffen und auch keine unnötigen Verlängerungen bei der Krankenkasse beantragen werden, aber das mache ich erst und nur, wenn meine Großcousine mich um Hilfe bittet. Aber dazu muss sie natürlich erst einmal von den neuesten Plänen ihrer Kinder erfahren und ihr das mitzuteilen, ist ja wohl Sache der Ärzte oder der Kinder. D.h. sie müssten ihr das in den nächsten Tagen mitteilen, weil sie ja damit rechnet, dass sie Ende der Woche entlassen wird.

Und, wie ich gerade telefonisch von ihr erfahren habe, wurde ihr das auch heute bei der Chefarzt-Visite vom Chefarzt zugesichert. Sie will sich sogar nicht von einem der Kinder abholen lassen, sondern selbstständig mit dem Taxi nach Hause fahren und nun drücke ich ihr ebenfalls ganz feste die Daumen, dass die Kinder da nicht mehr dazwischenfunken werden. Denn dann muss ich mich ja auch nicht in die Angelegenheit einmischen.

Also noch einmal, vielen Dank für deinen
lieben Kommentar und das Daumendrücken!!

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Danke für Deine Bereitschaft zur Medikamentenempfehlung. Meine Konzentrationsschwäche ist eine Begleiterscheinung anderer gesundheitlicher Probleme. Ich denke, es wäre „an der Ursache vorbei behandelt“, würde ich etwas gegen das Symptom einnehmen.

ZITAT: „Und, wie ich gerade telefonisch von ihr erfahren habe, wurde ihr das auch heute bei der Chefarzt-Visite vom Chefarzt zugesichert.“
>> Na ja, dann ist „der Drops ja jetzt hoffentlich gelutscht“. Wie schon gesagt, mit ihrer Rückkehr nach Hause stellt sie ihre Kinder vor vollendete Tatsachen. Ich denke mal, dann werden diese Ruhe geben.

ZITAT: „Also noch einmal, vielen Dank für deinen
lieben Kommentar und das Daumendrücken“
>> Bitte, gern geschehen.

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Naja, als Medikament...
würde ich das, was ich dir empfehlen wollte, nicht unbedingt bezeichnen, aber wenn deine Konzentrationsschwäche eine Begleiterscheinung von anderen gesundheitlichen Problemen ist, dann würde es dir vermutlich sowieso nicht helfen. Von daher kann ich dir nur gute Besserung wünschen!

Und was meine Großcousine betrifft, hoffe ich sehr, dass
die Kinder die Entlassung nicht mehr verhindern können,
glaube es aber erst, wenn ich sie zu Hause besuche. ;)

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