> > > > > > Jenseits von Gut und Böse > > > > > >: Das nicht ganz neue Motto "ERV"
Montag, 27. April 2026
Das nicht ganz neue Motto "ERV"
Dieses Motto steht für Erhöhen, Reduzieren, Verschlechtern und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Marktwirtschaft.

Besonders fällt es mir im Supermarkt auf, denn ich müsste schon sehr unachtsam sein, es nicht zu bemerken, wie drastisch nicht nur die Preise der Waren erhöht, sondern auch die Mengen der Produkte in den Verpackungen reduziert und die Qualität der Inhalte verschlechtert werden - und zwar ganz gleich um welche Produkte es sich handelt.

So ist z.B. der Schmelzkäse, den ich immer gerne gegessen habe, fast doppelt so teuer wie vorher und inzwischen so flüssig, dass er fast schon nicht mehr dazu geeignet ist, sich in einem Gefäß zu befinden, sondern eher in eine Flasche gefüllt werden könnte. Von dem Brot fließt er tatsächlich runter, sobald man die Scheibe etwas schief hält.

Das Toilettenpapier welches ich letztes mal kaufen musste, weil das bessere vierlagige ausverkauft war und die Papiertaschentücher sind mittlerweile so dünn, dass es kaum noch ausreicht, die doppelte Menge davon zu benutzen, um das gleiche Ergebnis zu erzielen, wie vor der Verschlechterung der Qualität. Und das ist schon ziemlich ärgerlich.

Die Süßigkeiten sollen uns offensichtlich ganz aberzogen werden, denn sie sind so teuer geworden, dass man es sich dreimal überlegt, ob man sie noch kauft, aber ganz darauf verzichten möchte ich nicht, weshalb ich regelrecht nach bezahlbaren Süßigkeiten suche, aber das wird besonders bei Schokolade immer schwieriger und es ärgert mich sehr, dass die Regierung uns dieses Glück nun auch noch nehmen will, denn Schokolade macht ja bekanntlich glücklich und ist garantiert nicht so schädlich wie sie angeblich sein soll, wenn man nicht zu viel davon verzehrt. Was die Schokolade betrifft, kann ich mir vorstellen, dass sich demnächst ein "Schokoladen-Schwarzmarkt" entwickelt, wenn es Leute gibt, die irgendwoher bezahlbare Schokolade bekommen können. 😉

An einem einfachen Rechenbeispiel mit einer Tafel Schokolade, kann man gut erkennen, wie extrem die Preise tatsächlich erhöht wurden:

Eine Tafel Schokolade (100g) hat bisher 0,99 Euro gekostet.
Inzwischen wurde der Preis um 100% auf 1,99 Euro erhöht.
Zudem wurde die Menge um 10% auf 90g reduziert.
Das ergibt eine tatsächliche Preiserhöhung um 110%.

Dazu kommt dann noch die Qualitäts-Verschlechterung, die man jedoch kaum in Prozent aufzeigen kann, weshalb ich diesen Punkt in der Beispiel-Berechnung an dieser Stelle nicht mit einbeziehe.