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Freitag, 27. September 2019
Beleidigungen im Fall Künast
Nach dem Urteil im Fall Künast, ist die allgemeine Empörung groß und viele Menschen scheinen die Meinung zu vertreten, dass die Beleidigungen, die bei Facebook gegen die Grünen Politikerin geäußert wurden, schwerer wiegen, als der Grund, weshalb so viele Menschen sie beschimpft haben und halten das Urteil für falsch.

https://www.morgenpost.de/berlin/article227129109/Renate-Kuenast-uebel-beschimpft-Kanzlei-stellt-Strafanzeige-gegen-Berliner-Richter.html

Offenbar ist die große Masse der Meinung, dass es schlimmer ist, eine Politikerin zu beschimpfen, als eine solche Aussage über den Missbrauch von Kindern zu äußern, wie Künast es getan hat. Und scheinbar kommt auch niemand von den Empörten auf die Idee, einmal zu hinterfragen, warum diejenigen, die diese Beschimpfungen gegen diese Frau geschrieben haben, sie geäußert haben könnten. Denn m.E. liegt der Verdacht nahe, dass die Menschen, die derartig emotional auf die Aussage von Künast reagiert und sie öffentlich beschimpft haben, einen "guten Grund" für ihre Reaktionen haben könnten. So gehe ich persönlich davon aus, dass möglicher Weise sie selbst oder eine ihnen nahestehende Person, als Kind oder Jugendlicher, Opfer von Missbrauch geworden sein könnten und sie sich daher zu diesen Beleidigungen haben hinreißen lassen.

Die Beschimpfungen gegen Künast haben sich auf den Sachbestand
bezogen, über den im folgenden Artikel von Welt.de berichtet wurde.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article141406874/Gruenen-Politikerin-Kuenast-geraet-in-Erklaerungsnot.html

Die heutige Behauptung der Grünen Politikerin, dass sie den Missbrauch von Kindern nie gutgeheißen hätte, glaube ich ihr nicht wirklich, denn wenn man sich den Zusammenhang, indem sie diese Äußerung damals getätigt hat, vor Augen führt, steht m.E. zweifelsfrei fest, dass sie ganz offensichtlich zwischen Geschlechtsverkehr mit Kindern, der gewaltsam durchgeführt wird und dem, der "ohne körperliche Gewalt" durchgeführt wird, unterschieden hat und den Missbrauch, der ohne körperliche Gewalt stattfindet, gutgeheißen, bzw. damals als nicht so schlimm angesehen hat. Ob sie das heute anders sieht, ist m.E. sehr fraglich, denn eine solche Meinung vertritt man bestimmt nicht versehentlich, sondern nur deshalb, weil man keine Ahnung davon hat, wie furchtbar es für jedes Kind, jeden Jugendlichen und auch für jeden Erwachsenen ist, wenn er sexuell missbraucht wird.

Doch, um den Schutz und das Wohl der Kinder, scheint es den vielen Menschen, die sich derartig empört über dieses Urteil zeigen, überhaupt nicht zu gehen, sondern nur darum, dass derartige Beschimpfungen gegen eine Politikerin, nicht von der Meinungsfreiheit abgedeckt wären und auch nicht im sachlichen Zusammenhang mit der von Künast getätigten Aussage stehen würden. Nur worauf, wenn nicht auf diese Aussage von Künast, sollten sich die Beschimpfungen denn sonst bezogen haben?

Dabei ist diese Frau Künast ganz offensichtlich nicht die einzige Grünen Politikerin, die damals eine solche Meinung bezüglich des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen vertreten hat, denn auch ihr Parteigenosse Beck wollte Sex mit Zwölfjährigen straffrei machen und hat sich dafür eingesetzt, die Pädophilie zu "entkriminalisieren".

https://www.welt.de/politik/deutschland/article120237364/Beck-wollte-Sex-mit-Zwoelfjaehrigen-straffrei-machen.html

Ich persönlich kann eine derartige Meinung wie die von Künast und Beck, überhaupt nicht nachvollziehen und halte jeden Sex mit Kindern für das schlimmste Verbrechen, das man ihnen antun kann, denn Fakt ist, dass sie ihr Leben lang unter den Folgen einer solchen Tat leiden werden und einige von ihnen sogar später selbst zum Täter werden und das furchtbare Leid, das sie selbst erlitten haben, einem oder mehreren unschuldigen Kindern antun.

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugend-psychiatrie/risikofaktoren/sexueller-missbrauch/psychische-folgen/

Die Opfer von Missbrauch erleiden durch die traumatischen Erlebnisse der erlittenen Übergriffe jedoch nicht nur psychische Schäden, sondern auch körperliche Schäden, unter denen sie ebenfalls ihr ganzes Leben lang leiden.

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-03/missbrauch-opfer-krankheiten

Bei dieser Sachlage stelle ich mir nun die Frage, wie sehr und lange wohl diese Grünen Politikerin Künast, im Vergleich zu dem Leid der vielen Missbrauchsopfer, unter den verbalen Beschimpfungen von irgendwelchen fremden Menschen im Internet leiden wird und ob die ganze Empörung über dieses Urteil tatsächlich angemessen ist?

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Besonders beschämend
ist m.E. die Tatsache, dass sich sogar Frauen, denen mehr Einfühlungsvermögen nachgesagt wird, als Männern und die sich selbst als besonders moralisch darstellen, derartig über das Urteil im Fall Künast empören und scheinbar nicht den Hauch von Mitgefühl für die Opfer einer solchen Schandtat empfinden (können).

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Noch schlimmer
als diese Moralisten, die sich derartig über die Beleidigungen gegen Künast empören, ohne auch nur ein einziges Wort über das Leid der Kinder zu verlieren, sind m.E. die Anwälte, die solche Täter verteidigen und sie dabei unterstützen, für eine solche Schandtat nicht bestraft zu werden!

So habe ich eben bei meiner Recherche über dieses Thema auf einer Seite von einem Rechtsanwalt gelesen, dass er den mutmaßlichen Tätern den folgenden Rat erteilt.

Zitat von diesem Rechtsanwalt:

Ein Blick in das Strafgesetzbuch (StGB) zeigt, dass mehrjährige Freiheitsstrafen angedroht werden. Wenn eine Vorladung von der Polizei oder eine Anklage im eigenen Briefkasten landet, sollte daher keinesfalls vorschnell reagiert und unter keinen Umständen selbstständig eine Aussage bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht getätigt werden.

Lassen Sie sich von einem im Sexualstrafrecht
tätigen Anwalt (Strafverteidiger) beraten.


Doch der letzte Satz, den ich auf der Seite dieses
Rechtsanwalts gelesen habe, übertrifft wirklich alles.

Zitat von diesem Rechtsanwalt:

Es geht um Ihre Zukunft!

Das leidvolle Leben und die Zukunft der Kinder
scheint diesen Anwalt ja nicht zu interessieren!

Davon ausgehend, dass sowieso die allerwenigsten Missbrauchsfälle von Kindern und Jugendlichen zu einer Anzeige gebracht werden oder dies oft zu spät geschieht, weil die Taten dann bereits verjährt sind, kann ich es wirklich nicht nachvollziehen, dass es überhaupt Anwälte gibt, die solche Täter verteidigen und für deren Zukunft kämpfen.

Mir ist zwar bekannt, dass es die Unschuldsvermutung gibt und diese eine der Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens ist, aber zum einen kann ich nicht begreifen, wie sich ein Anwalt freiwillig für den Fachbereich Sexualstrafrecht entscheiden kann, um durch die Verteidigung dieser (potentiellen) Täter seinen Lebensunterhalt zu verdienen und zum anderen frage ich mich ernsthaft, ob es tatsächlich Fälle gibt, in denen sich ein missbrauchtes Kind, das irgendwann den Mut aufbringt, diese Schandtat zur Anklage zu bringen, eine solche Sache ausdenken kann oder würde.

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich
jemand so etwas ausdenkt und diesbezüglich lügt.

Es gab und gibt zwar Fälle, bei denen angebliche Opfer einen Unschuldigen beschuldigt haben, eine Vergewaltigung verübt zu haben, aber solche falschen Anschuldigungen gehen m.W. von Jugendlichen oder (jungen) Erwachsenen aus, die sich in irgendeiner Form an dem Beschuldigten rächen wollen. Also entweder weil sie in den Beschuldigten verliebt waren und von ihm abgewiesen wurden oder aus ähnlichen Motiven.

Eine solche zu Unrecht geäußerte und/oder zur Anklage gebrachte Beschuldigung, verurteile ich persönlich auch zutiefst, denn durch solche Falschaussagen, werden nicht nur unschuldige Menschen in Verruf gebracht, sondern dadurch werden oft auch die echten Opfer einer solch abscheulichen Tat, dem Verdacht ausgesetzt, dass sie lügen könnten und ihre Verhandlung unnötig erschwert.

Und diese Tatsache ist leider auch mit ein Grund
dafür, dass viele/die meisten Opfer von sexuellen
Übergriffen schweigen und ihr Leid still ertragen!

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Ob das so klug ist?
Inzwischen hat eine Kanzlei den Richter
wegen dem Urteil im Fall Künast angezeigt.

https://www.morgenpost.de/berlin/article227129109/Renate-Kuenast-uebel-beschimpft-Kanzlei-stellt-Strafanzeige-gegen-Berliner-Richter.html

Das Argument der Kanzlei lautet wohl, dass mit diesem Urteil der Strafbestand der Beleidigung ganz abgeschafft würde, dabei sollte gerade den Anwälten bekannt sein, dass bei Strafanzeigen wegen Beleidigungen, immer der Einzelfall und dieser im gesamten Zusammenhang verhandelt wird.

Ich bin gespannt, was aus dieser Anzeige wird,
wage aber zu bezweifeln, dass die Verhandlung
der Frau Künast irgendeinen Vorteil bringt, denn
m.E. wäre es klüger, die Sache auf sich beruhen
zu lassen, damit sie bald in Vergessenheit gerät.

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Es ist wirklich
mehr als unfassbar, dass ich nun in einem Forum angefeindet werde, weil ich in der ganzen Diskussion um die Beleidigungen gegen die Grünen Politikerin Künast, das Wohl der Kinder einbeziehe und darauf hinweise, dass es bei der ganzen Sache um das furchtbare Verbrechen des Kindesmissbrauchs geht!

Manche Menschen scheinen offenbar der Meinung
zu sein, dass es sich bei einer solchen Schandtat
um einen minderschweren Fall handeln würde,
weil dabei keine körperliche Gewalt angewandt wird...
aber diese Beschimpfungen bestraft werden müssten!

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Weil deutsche Gerichte
völlig überlastet sind, werden viele Prozesse immer wieder verschoben und Verfahren eingestellt. So war es auch in dem Fall, über den auf der folgenden Seite berichtet wird und der Täter mit einer Bewährungsstrafe davongekommen ist.

https://www.mdr.de/nachrichten/politik/gesellschaft/justiz-richter-mangel-und-verfahrenseinstellungen-100.html

Inzwischen ist die Rede davon, dass jedes vierte Verfahren eingestellt wird, weil es viel zu wenig Personal gibt.

https://rp-online.de/politik/deutschland/ueberlastung-der-justiz-jedes-vierte-verfahren-wird-eingestellt_aid-34491855

Wo soll das alles nur hinführen, wenn die Richter derartig überlastet und die Staatsanwälte ohnmächtig sind und ihre so wichtigen Aufgaben kaum noch erledigen können?

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/ueberlastete-gerichte-die-deutsche-justiz-steht-kurz-vor-dem-kollaps/22603272.html

Dass diese Entwicklung fatale Folgen für die
Bürger hat, dürfte ja wohl jedem klar sein.

Ich persönlich kann mir vorstellen, dass diese Entwicklung nicht nur am Personalmangel, sondern auch daran liegt, dass sehr viele Klagen eingereicht werden, die nicht unbedingt nötig wären. So halte ich es doch für überzogen, eine Klage wegen einer Beleidigung einzureichen, auch wenn sie für den oder die Beleidigten sehr unangenehm ist. Denn leider werden so viele schlimme Verbrechen begangen, die wirklich dringender sind.

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Fortschrittliche Sexualität
Offenbar gibt es in unserer Gesellschaft Gruppierungen,
die mit Verve und Fanatismus gegen alles kämpfen,
was nur irgendwie nach konservativen Einstellungen riecht,
darunter eben auch Einstellungen zur Sexualität.

In ihrem Selbstverständnis kämpfen diese Leute für eine
"fortschrittliche" Einstellung zur Sexualität, und schrecken dabei
nicht einmal vor einer Verharmlosung von Pädophilie zurück.

Das haben schon etliche Anhänger der 68er-Bewegung so gehalten.

Neben der Renate Künast ist beispielsweise auch der "rote Dani",
Daniel Cohn-Bendit, ein bekannter Vertreter dieser recht seltsamen
Vorstellung von Fortschrittlichkeit.

Dazu habe ich meine Meinung schon 2006 im df deponiert,
siehe Beitrag #126 im Themenstrang:

http://www.denkforum.at/threads/gibt-es-menschenrassen.3290/page-13


Bemerkenswerterweise hat daraufhin eine Pflichtverteidigerin
des roten Dani verleumderische Behauptungen über mich verbreitet.

Meine Reaktion darauf war eine angemessene Kopfwäsche
für diese Verleumderin.

Von der Forums-Moderadministration wurde auch damals schon,
wie uns inzwischen vertraut ist, meine Antwort gelöscht,
aber die verleumderische Behauptung blieb stehen.

Bei dieser unverkennbaren Begünstigung verleumderischen Verhaltens
durch die Forums-Moderadministration ist es kein Wunder,
dass sich im df immer wieder verleumderische Krätzn breitmachen.

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Es ist eine Schande…
dass man so etwas Abscheuliches heutzutage als Fortschritt bezeichnet und wirklich alles benutzt, um Menschen mit einer anderen, kritischen Denkweise zu verunglimpfen!!

Ich habe mich immer schon für das Wohl der Kinder und Jugendlichen eingesetzt und sehe den sexuellen Missbrauch von ihnen als eines der schlimmsten Verbrechen an, das man ihnen antun kann. Ich möchte hier gar schreiben, welche Strafe ich für solche Täter für gerecht und angemessen halte, doch auch die Menschen, die eine solch üble Schandtat verharmlosen oder verteidigen, verachte ich abgrundtief!!

Von diesem "roten Dani", wusste ich bisher nichts, aber offenbar gibt es unter den Politikern noch viel mehr, die sich diesbezüglich schuldig gemacht haben und sich ihr eigenes Fehlverhalten bis heute nicht eingestehen, als ich dachte.

Ich bin dem Link gefolgt, um die Kommentare zu lesen und kann mir gut vorstellen, dass die Foren-Leitung schon damals willkürlich gelöscht hat. Dabei sollten sich, wie ich vor kurzem auch an die Moderatorin dort geschrieben habe, Admins und Moderierende zumindest um eine möglichst objektive Führung bemühen und mit einem guten Beispiel vorangehen, indem sie nicht sogar selbst beleidigend werden oder unter eindeutigen Beleidigungen oder Verleumdungen von bestimmten Usern ein "Gefällt mir" vergeben. Aber, dieser Kommentar von mir an die Moderatorin, wurde natürlich auch schnellstmöglich gelöscht.

Die Diskussion, um die es hier in diesem Beitrag geht, fand allerdings nicht im DF, sondern im FGH statt, aber der Gutmenschentyp dort ist natürlich genau der gleiche und die Administration und Moderation wird dort auch genauso gehandhabt, wie im DF. Doch eins muss ich ihnen im FGH schon zugestehen, denn anders als im DF, kommen sie dort der Bitte um Deaktivierung des eigenen Accounts nach, denn im DF wird das ja nicht getan, sondern man vertritt wohl die Ansicht, dass jeder der sich dort einmal angemeldet hat, für immer und ewig dort angemeldet bleiben muss, also außer, wenn der Admin die Person sperrt oder rauswirft.

So habe ich das FGH schon nach wenigen Wochen wieder verlassen, finde mich aber damit ab, im DF zu bleiben und auch ab und zu dort zu kommentieren. Manchmal, um solchen boshaften Typen wie dem User A. aufzuzeigen, was für ein Schwächling er doch ist, aber auch um andere User, die ich gerne mag und respektiere, zu loben und zu unterstützen. Denn m.E. sollte man diesen speziellen "Fortschrittsfanatikern" nicht das Feld überlassen, indem man sich von ihnen vertreiben lässt, sondern sich möglichst sachlich und korrekt mit ihnen und ihren Ansichten auseinandersetzen. Aber das kann natürlich jeder so handhaben, wie er möchte und ich kann jeden verstehen, der dazu keine Lust mehr hat.

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